Wer zum ersten Mal anfragt, hat meistens eine Frage im Hinterkopf: Wie läuft das eigentlich ab? Dieser Text beantwortet genau das. Alle meine Fotoshootings entstehen auf TFP-Basis, also ohne Honorar auf beiden Seiten. Den Rahmen dahinter erkläre ich ausführlich auf der TFP-Seite.




Die vier Phasen eines Shootings
1. Anfrage und Vorgespräch
Du schreibst mir über das Kontaktformular oder Instagram. Ich schaue mir deine Anfrage an und melde mich zurück. Wenn wir beide Interesse haben, besprechen wir Bildidee, Location und grobe Richtung – entweder schriftlich oder bei einem kurzen Treffen, zum Beispiel in einem Café in Soest. Das Vorgespräch ist kein Pflichttermin, aber bei Shootings mit unbekannten Menschen oder bei komplexeren Ideen macht es Sinn.
Den Modelvertrag (TFP) solltest du vorab lesen – darin steht, wer die Bilder wo nutzen darf und was beide Seiten bekommen. Unterschrieben wird vor Ort, bevor wir anfangen.
2. Vorbereitung
Bring mehrere Outfits mit – vier bis sechs sind ein guter Ausgangspunkt. Mehr Auswahl bedeutet mehr Spielraum, und am Ende entscheiden wir vor Ort gemeinsam was passt. Konkrete Outfit-Tipps findest du auf der Portrait-Seite.
Wenn du Referenzbilder hast – von Instagram, Pinterest, oder aus einem anderen Shooting – bring sie mit. Das ist kein Muss, aber es hilft uns, schnell eine gemeinsame Richtung zu finden.
Für Studio-Shootings: mein Studio liegt in der Soester Innenstadt, separater Umkleidebereich ist vorhanden. Für Outdoor-Shootings besprechen wir die Location im Vorfeld.
3. Das Shooting
Wir fangen mit einem Outfit-Check an – welche Looks passen zur Location und zum Licht. Dann beginnen wir.
Im Studio schauen wir die Ergebnisse regelmäßig direkt am PC an. Draußen nutzen wir das Kameradisplay. Das direkte Feedback ist ein fester Teil meiner Arbeitsweise – wir unterbrechen das Shooting immer wieder, schauen uns die Zwischenergebnisse an und entwickeln die Bilder gemeinsam weiter: Posen verfeinern, Licht anpassen, Outfit wechseln. Du siehst während des Shootings was entsteht und bist Teil des Prozesses.
Ein Shooting dauert in der Regel zwei bis vier Stunden. Plane keinen engen Anschlusstermin ein.
4. Bildauswahl, Bearbeitung und Übergabe
Nach dem Shooting lade ich eine Vorauswahl mit Wasserzeichen in ein gemeinsames Online-Album hoch. Du kannst dir alle Aufnahmen in Ruhe ansehen und deine Favoriten markieren – sie sind eine wichtige Orientierung für mich, entscheiden aber nicht abschließend darüber, welche Bilder bearbeitet werden. Ich bearbeite dann die finale Auswahl – das ist aufwendig, zwischen einer halben und manchmal zwei Stunden pro Bild.
Was in dieser Bearbeitungszeit passiert, zeige ich hier am Beispiel eines Studio-Shootings mit Model Valeriia.
Das Ausgangsbild zeigt ein bewusst schlicht gehaltenes Setup: ein reduzierter, neutraler Hintergrund, weiches Licht und eine klare, fashion-orientierte Pose auf einem Stuhl. Durch die ausgestreckte Beinlinie und die Körperhaltung entstehen starke Linien und eine dynamische Bildwirkung, während das Licht die Strukturen der Strumpfhose betont.
Das RAW-Bild wirkt zunächst neutral. Darauf folgen schrittweise die einzelnen Bearbeitungsschritte: Hintergrundkorrekturen, Anpassung von Helligkeit und Kontrast sowie Dodge & Burn, um Licht und Schatten gezielt zu formen und die Körperlinien zu betonen. Im weiteren Verlauf optimiere ich Proportionen und Bildwirkung, bevor im letzten Schritt der finale Look entsteht – mit abgestimmten Kontrasten, Schärfe, Schwarz-Weiß-Umsetzung und finalem Bildschnitt.




Das Beispiel zeigt: Die Bildidee entsteht im Studio durch Licht, Pose und Styling – die Nachbearbeitung bringt diese Wirkung gezielt auf den Punkt. Das RAW ist dabei nur die Grundlage, das fertige Bild entsteht erst durch diese Ausarbeitung.
Die fertig bearbeiteten Bilder erhältst du innerhalb von zwei Wochen ohne Wasserzeichen als Download – als JPEG, optimiert für Social Media und digitale Nutzung. Wenn du für einen bestimmten Zweck eine höhere Auflösung brauchst, sprich mich einfach an. Falls du dir nach der Übergabe eine kleine Änderung an einem Bild wünschst, nehme ich das gerne als Anregung und passe es gegebenenfalls an.
Den vollständigen Shooting-Kontext findest du im Schwarzweiß-Shooting mit Valeriia.
Genres und Locations
Ich fotografiere Portrait, Erotik & Sensual, Fantasy & Cosplay und Auto-Shootings – alle auf TFP-Basis, alle mit demselben Ablauf.
Im Fotostudio in Soest arbeite ich mit Profoto-Blitztechnik und einem fest installierten Beamer für Projektions-Shootings. Outdoor-Shootings entstehen an wechselnden Locations im Raum Soest und in ganz NRW – von der Altstadt Soest über den Möhnesee bis zu urbanen Spots im Ruhrgebiet. Welche Location passt, besprechen wir im Vorfeld.
Wenn du noch am Anfang stehst und wissen möchtest, worauf es bei einem TFP-Shooting ankommt, habe ich dazu einen ausführlichen TFP-Guide für Models geschrieben.
FAQ
Anfrage → Vorgespräch → Shooting mit direktem Feedback am PC oder Kameradisplay → Bildauswahl im Online-Album & Bearbeitung innerhalb von zwei Wochen. Den genauen Ablauf beschreibe ich oben Schritt für Schritt.
Zwei bis vier Stunden sind realistisch. Plan keinen engen Anschlusstermin ein – das ist kein Zeitdruck, sondern eine Grundlage dafür, dass gute Bilder entstehen können. Es entstehen dabei meist 200 bis 300 Aufnahmen mit verschiedenen Outfits, Lichtstimmungen und Posen.
Im Fotostudio in Soest oder an Outdoor-Locations im Raum Soest und NRW. Welche Variante passt, besprechen wir anhand der Bildidee. Für Outdoor-Locations im Ruhrgebiet, Sauerland oder anderen Regionen in NRW fahre ich auch außerhalb von Soest.
Alle meine Shootings entstehen auf TFP-Basis – es gibt kein Honorar, weder für dich noch für mich. Du bekommst die bearbeiteten Bilder für dein Portfolio und deine Social-Media-Nutzung, ich darf sie für meine Website und meinen weiteren Social Media verwenden. Sonderfälle wie besondere Locations oder Anfahrten besprechen wir vorab.
Du bekommst alle Bilder, die ich nach dem Shooting fertig bearbeite – das sind in der Regel mehr als die vertraglich garantierten drei bis fünf. Die Auswahl treffe ich nach künstlerischen Kriterien, du markierst deine Favoriten im gemeinsamen Online-Album. Rohdaten (RAWs) gebe ich nicht heraus – die Bearbeitung ist ein wesentlicher Teil der Arbeit.
Nein. Viele meiner Shootings entstehen mit Menschen, die zum ersten Mal vor einer professionellen Kamera stehen. Ich leite während des Shootings aktiv an – Posen, Blickrichtung, Körperspannung. Das direkte Feedback über die Bilder hilft dabei schnell: du siehst sofort, was wirkt.
Ja. Vor dem ersten Shooting unterschreiben wir einen TFP-Vertrag. Darin steht, wer die Bilder wo nutzen darf, was beide bekommen und was nicht. Bei unklaren Punkten – vor der Unterschrift fragen.
Die Posen entwickeln wir gemeinsam. Ich mache eine Serie von Fotos und wir schauen sie zusammen an. Schon kleine Veränderungen – ein Blick, eine leichte Drehung der Schultern – machen oft einen großen Unterschied. Häufig entstehen die schönsten Bilder ganz am Ende, wenn wir ein Gefühl für die Posen gefunden haben.