Shibari ist für mich ein gestalterisches Element — die Seile werden zur Linie im Bild, zum Kontrast zur Haut, zur Form, die Licht und Schatten strukturiert. Im Fokus steht dabei nicht die Seilkunst als Selbstzweck, sondern das Foto, das daraus entsteht. In meinem Studio in Soest fotografiere ich Shibari-Shootings auf TFP-Basis, bei denen wir gemeinsam ästhetische Kompositionen entwickeln.
Diese Seite erklärt, was Shibari bei mir bedeutet, für wen solche Shootings passen und wie ein typischer Ablauf aussieht.
Was Shibari bei mir bedeutet — und was nicht
Shibari setze ich als gestalterisches Element ein. Zu meinem Repertoire gehören Bindungen wie der Fisherman’s Harness, der Hip Weave und einfache Oberkörper-Bindungen — Knoten, die fotografisch besonders stark wirken. Alle Shootings sind Bodenarbeit: Posen im Sitzen, Liegen oder Stehen. Suspension — also Shootings, bei denen das Model vom Boden hochgezogen wird — biete ich nicht an, weil das deutlich höhere Anforderungen an Rigging-Ausbildung und stabile Hängepunkte stellt und für ästhetische Fotografie auch nicht nötig ist.
Für wen ein Shibari-Shooting passt
Ich suche zwei Arten von Anfragen.
Models, die Lust auf Shibari haben — mit oder ohne Vorerfahrung. Ohne Erfahrung leite ich dich durch die Posen, wir entwickeln das Shooting schrittweise. Mit Erfahrung bringst du eigene Ideen und Bindungen ein — das Shooting wird dann eine echte gestalterische Zusammenarbeit.
Rigger-Model-Duos, die ihre eigene Shibari-Praxis fotografisch festhalten möchten. Ich konzentriere mich dann ganz auf die Bildumsetzung, ihr auf die Bindungen. Auch diese Shootings finden auf TFP-Basis statt — für euch sind gute Fotos eurer Arbeit der Gegenwert für den gemeinsamen Aufwand. Wenn ihr Suspension praktiziert, komme ich auch gerne zu euch — vorausgesetzt, der Raum ist für Fotos geeignet: ein ansprechender Boden, eine saubere Wand als Hintergrund, ausreichend Platz und gute Lichtverhältnisse. Studioästhetik ist nicht nötig, aber die Umgebung sollte das Bild nicht dominieren oder stören.
Wie freizügig deine Shibari-Bilder werden, entscheidest du. Fotografisch besonders stark wirken die Seile direkt auf der Haut oder über Dessous — beides erzeugt den Kontrast, der Shibari-Aufnahmen ihre typische Bildsprache gibt. Wenn du möchtest, können wir dein Gesicht aus dem Bild ausschließen; das ist bei einigen meiner bisherigen Shibari-Aufnahmen der Fall und funktioniert bildkompositorisch.
Ablauf eines Shibari-Shootings
Vorgespräch und Bildidee
Vor dem Shooting besprechen wir in Ruhe, welche Bildstimmung dich interessiert und wie du dich zeigen möchtest. Ich zeige dir Beispiele aus meinen bisherigen Shibari-Shootings und wir schauen gemeinsam, welche Bindungen fotografisch interessant sind und für dich passen. Grenzen werden vorher klar festgelegt — es gibt nichts, was dich im Shooting überraschen sollte.
Shooting mit Zeit zum Entwickeln
Shibari-Shootings finden in der Regel in meinem Studio in Soest statt. Bei Rigger-Model-Duos komme ich gerne zu euch, wenn der Raum für Fotos geeignet ist. Outdoor-Shootings sind bei diesem Thema eher die Ausnahme, aber im Einzelfall denkbar. Rechne mit zwei bis drei Stunden: Die Bindungen brauchen Zeit, zwischen den Posen sind kurze Pausen normal, und wir sehen uns immer wieder gemeinsam die Zwischenergebnisse an, um die Aufnahmen schrittweise zu entwickeln.
Sicherheit während des Shootings
Während des Shootings ist eine Sicherheitsschere jederzeit griffbereit, mit der sich Seile bei Bedarf in Sekunden lösen lassen. Ich binde keine Körperstellen ab, bei denen Nerven oder Blutgefäße belastet würden. Wenn du während einer Pose Taubheit, Kribbeln oder Unwohlsein spürst, sage das sofort — die Bindung wird dann unverzüglich gelöst. Kein Bild ist es wert, dass du dich unwohl oder unsicher fühlst.
Interesse an einem Shibari-Shooting?
Wenn dich die Idee anspricht, schreib mir einfach über meine Kontaktseite oder direkt auf Instagram. Erzähl mir kurz, ob du Vorerfahrung hast, welche Bildstimmung dich interessiert und wie freizügig du dir das Shooting vorstellst. Den Rest entwickeln wir gemeinsam.
FAQ Shibari-Fotoshooting
Shibari (japanisch für „binden“) ist eine ursprünglich aus Japan stammende Seilkunst, bei der der Körper mit Seilen kunstvoll gebunden wird. International hat sich Shibari zu einer eigenständigen ästhetischen und künstlerischen Ausdrucksform entwickelt. In der Fotografie werden die entstehenden geometrischen Muster und Linien gezielt als Gestaltungselement eingesetzt — die Seile betonen Körperhaltung, Licht und Form.
Nein, aber erfahrene Models sind genauso willkommen. Die meisten Models, mit denen ich Shibari-Shootings mache, haben zuvor noch nie mit Seilen gearbeitet — vor dem Shooting besprechen wir den Ablauf, während des Shootings leite ich dich durch die Posen. Wenn du bereits Shibari-Erfahrung mitbringst, kannst du eigene Ideen und Bindungen einbringen; das Shooting wird dann eine gestalterische Zusammenarbeit statt einer reinen Anleitung.
Bei der Bodenarbeit, die ich anbiete, ist das Risiko bei professionellem Vorgehen sehr gering. Die Seile werden so platziert, dass keine Nerven oder Blutgefäße belastet werden, und eine Sicherheitsschere ist jederzeit griffbereit, um Bindungen in Sekunden zu lösen. Suspension — also das Hochziehen des Models vom Boden — biete ich nicht an, weil das deutlich höhere Anforderungen an Rigger-Ausbildung und Rigging-Punkte stellt.
Das entscheidest du. Fotografisch besonders stark wirken die Seile direkt auf der Haut oder über Dessous — der Kontrast zwischen Seil, Haut und Stoff ist das, was Shibari-Aufnahmen ihre typische Bildsprache gibt. Komplett bekleidet funktioniert bei diesem Thema fotografisch weniger, weil die Seile dann in der Bildwirkung untergehen. Teilakt und Akt sind möglich, aber keine Bedingung — viele meiner Shibari-Aufnahmen entstehen in Dessous oder mit Teilakt-Anteil, und auf Wunsch kann dein Gesicht aus dem Bild ausgeschlossen werden.
Rechne mit zwei bis drei Stunden. Die Bindungen brauchen Zeit zum Legen, zwischen den Posen sind kurze Pausen normal, und für abwechslungsreiche Ergebnisse schauen wir uns die Zwischenergebnisse immer wieder gemeinsam an und entwickeln die Aufnahmen schrittweise weiter.

