
Ich habe diesen Guide aus eigener Erfahrung heraus geschrieben – als Fotograf, der seit Jahren TFP-Shootings macht und der weiß, was den Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Shooting ausmacht: Was hilft wirklich, was nervt und was viele Models einfach nicht wissen, weil es niemand ausspricht.
Der Guide richtet sich besonders an Models, die noch am Anfang stehen. Aber auch wer schon Erfahrung hat, findet hier den einen oder anderen Punkt.
Wie du anfängst
Am Anfang steht die Suche nach dem richtigen Fotografen. Am einfachsten geht das über Plattformen, die speziell dafür gemacht sind – gut funktioniert TFP-Shooting.de – ein spezialisiertes Verzeichnis nur für TFP-Projekte. Dort suchen Fotografen aktiv nach Models für konkrete Ideen und du kannst selbst nach passenden Projekten stöbern – oder über Modelkartei.de, wo Fotografen direkt im Profil angeben, ob sie TFP anbieten. Anfragen gehen auch direkt über Instagram oder die Website eines Fotografen.
Auf Instagram helfen Hashtags wie #tfp oder #tfpmodel beim Stöbern. Schau dabei nicht nur auf die Bilder – schau, ob Models die Fotografen in ihren eigenen Posts taggen. Wer das tut, war offensichtlich zufrieden. Natürlich funktioniert es auch andersrum: Fotografen, die ihre Models regelmäßig taggen, zeigen damit, wie die Zusammenarbeit bei ihnen läuft.
Oder frag ein Model, das du kennst, nach einer Empfehlung – gerade lokal ist das oft der direkteste Weg. Und wenn du jemanden kennst, der schon Erfahrung hat, kannst du auch einfach zusammen zum Shooting kommen. Fotografen finden das durchaus gut, und ein erfahrenes Model an der Seite macht den Einstieg leichter.
Der Fotograf fragt dich nach einem Fotoshooting
Jetzt ist es einfacher für dich. Dafür solltest du entscheiden, ob du mit diesem Fotografen gerne Bilder machen willst. Wenn du nicht überzeugt bist, sage höflich ab. Auch können Anfragen von Fotografen aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis kommen. Überlege auch dann genau, ob du das Recht an deinem Bild abgeben willst.
Bevor du anfragst
Kommuniziere dein Alter. Für ein TFP-Shooting brauchst du einen Vertrag – und den kann nur abschließen, wer volljährig ist. Wenn du noch keine 18 bist, kläre das mit deinen Eltern und informiere den Fotografen vorab.
Schau dir die Arbeit des Fotografen wirklich an. Nicht nur kurz drüberscrollen. Gefällt dir der Stil? Kannst du dir vorstellen, so ein Bild von dir zu sehen? Du suchst jemanden, dessen Arbeit dich anspricht.
Suche dir einen Fotografen, der zu dir passt. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Schau dir an, mit wem er bisher gearbeitet hat und wen er sucht – das steht oft auch direkt auf der Homepage oder in einer Ausschreibung. Ein Shooting funktioniert besser, wenn du zu dem passt, was er sich vorstellt – und etwas nach oben zu schauen ist völlig in Ordnung. Ein zu deutlicher Unterschied, zum Beispiel im Erfahrungslevel, lohnt sich für eine Seite dann meistens nicht.
Achte auf die menschliche Seite des Fotografen. Wird er von vielen Models auf Instagram getaggt? Hat er Google-Bewertungen? Ist er in deiner Stadt bekannt? Hat er eine gepflegte Website mit Bildern von ihm? Google seinen Namen – findest du ihn mit Namen und Adresse, was erfährst du sonst über ihn? Du kannst auch Models kontaktieren, die bereits mit ihm fotografiert haben. Oder wähle eine Fotografin.
Folge ihm auf Social Media – und zwar rechtzeitig. Ein paar Tage vor der Anfrage, nicht gleichzeitig oder womöglich gar nicht. Das klingt taktisch, aber dahinter steckt was Sinnvolles: Fotografen schauen sich an, wer anfragt. Wenn du sein Profil schon kennst und ab und zu geliket hast, merkt man das echte Interesse an – und das zählt.
Lies die Website oder sein Instagram vorab und beziehe dich darauf. Das ist wie eine Bewerbung. Schreib nicht einfach „Ich würde gern ein Shooting machen“. Schreib, warum du gern mit ihm oder ihr fotografieren würdest. Was hat dich angesprochen? Welches Bild? Welcher Stil? Das macht einen Unterschied.
Die Anfrage selbst
Schicke ein aktuelles Foto mit oder verlinke auf ein öffentliches Profil. Der Fotograf muss sich ein Bild von dir machen können – im wörtlichen Sinn. Ohne Foto ist eine Anfrage schwer zu beurteilen.
Sag, wer du bist und woher du kommst. Und auch, wo du dir ein Shooting vorstellen könntest – im Studio, draußen, in einer bestimmten Stadt. Das erleichtert die Planung.
Wenn du eine Idee hast, sag sie gleich. Referenzbilder sind Gold wert. Ein Link zu einem Instagram-Post, ein Pinterest-Board, ein Screenshot – alles, was zeigt, wohin du möchtest. Keine Idee? Auch kein Problem, die meisten Fotografen haben etliche Ideen, die sie noch umsetzen wollen.
Bestimm den Ort des ersten Shootings aktiv mit. Ein Ort, an dem du dich wohlfühlst, macht einen echten Unterschied – für deine Entspannung, deine Ausstrahlung und damit für die Bilder. Das kann ein Park sein, den du kennst, eine Straße in deiner Stadt, ein Café, ein Gebäude. Achte dabei darauf, dass der Ort für den Fotografen realistisch erreichbar ist.
Findet das Shooting im Studio statt, schau dir vorher Fotos davon an – gefällt dir was du siehst? Achte weniger auf die Größe als auf die Atmosphäre: Gibt es eine Umkleidemöglichkeit? Wirkt es einladend, hell, angenehm? Noch besser: Besuche das Studio vorab kurz – du weißt dann, was dich erwartet, und gehst entspannter ins Shooting.
Gib an, wie viel Erfahrung du hast. Die meisten Fotografen können dich anleiten, wenn du noch wenig Erfahrung hast. Das ist kein Ausschlusskriterium, im Gegenteil. Aber es hilft, wenn es von Anfang an klar ist.
Sei nicht enttäuscht, wenn du eine Absage bekommst. Das ist kein persönlicher Kommentar. TFP-Zusammenarbeit muss auf beiden Seiten passen – Stil, Idee, Erfahrungslevel, manchmal auch einfach Timing oder Kapazität.
Vor dem Shooting
Lies den TFP-Vertrag vorab. Wenn du ihn nicht hast, frage danach. Unterschreibe ihn vor dem Shooting. Ein Model, das sich vorbereitet und den Vertrag kennt, weckt Vertrauen. Den Vertrag solltest du verstehen – Nutzungsrechte, was ihr beide bekommt, was ihr beide dürft. Konkret heißt das: Wo die Bilder erscheinen dürfen – auf der Website, in Social Media, in Printprodukten. Ob sie an Dritte weitergegeben werden dürfen, zum Beispiel an Agenturen oder Stockplattformen. Und ob die Nutzung zeitlich begrenzt oder unbegrenzt gilt – für beide Seiten. Was unklar ist, vor der Unterschrift ansprechen.
Kläre im Voraus, wie viele bearbeitete Bilder du bekommst und bis wann. Das gehört in den Vertrag. Üblich sind vier bis acht Bilder – wer gut vorbereitet kommt, viele Outfits mitbringt und Abwechslung ins Shooting bringt, bekommt oft mehr. Denn ein Fotograf bearbeitet lieber Bilder, die interessant und abwechslungsreich sind. Fotografen geben in der Regel keine unbearbeiteten Bilder (RAWs) heraus. Das hat einen einfachen Grund: Ein Fotograf steckt nach dem Shooting noch mal viele Stunden in Auswahl und Bearbeitung – das ist ein wesentlicher Teil seiner Arbeit und seines Stils. Ein unbearbeitetes Rohbild rauszugeben, wäre so, als würdest du eine halbfertige Skizze als fertiges Bild zeigen.
Mach ein Vorgespräch – am besten persönlich, zum Beispiel in einem Café in der Nähe. Das Shooting läuft besser, wenn ihr euch vorher schon einmal gesprochen habt und ihr wisst, wie der andere so ist. Klärt dabei, was fotografiert wird: Stil, Stimmung, Location, grobe Bildidee. Das sollte vor dem Shooting feststehen – nur dann könnt ihr euch beide darauf vorbereiten und wisst, was euch erwartet.
Bestätige ein paar Tage vor dem Shooting, dass alles klappt. Das gibt dem Fotografen Sicherheit und er würde sonst wahrscheinlich irgendwann selbst nachfragen. Tu ihm den Gefallen und schreib zuerst.
Schlechtes Wetter beim Outdoor-Shooting – klärt vorab, was dann passiert. Ein Ausweichdatum oder eine alternative Indoor-Location im Hinterkopf zu haben kostet nichts und erspart beiden Seiten kurzfristigen Stress.
Antworte in den Tagen vor dem Shooting zeitnah. Das ist vielleicht der unterschätzteste Punkt überhaupt. Zuverlässigkeit und gute Erreichbarkeit kurz vor dem Termin hinterlassen einen bleibenden Eindruck – in beide Richtungen. Wenn du nicht mehr kommen kannst oder willst, meld dich – je früher, desto fairer für beide Seiten. Fotografen reden miteinander, und wer zuverlässig ist, wird weiterempfohlen.
Was du mitbringst
Kleidung: lieber zu viel als zu wenig. Bring eine ausreichend große Auswahl mit, auch wenn du nicht alles brauchst. Vier bis sechs Outfits sind ein guter Ausgangspunkt. Mehr Auswahl bedeutet mehr Möglichkeiten.
Outfit-Check vorab: lohnt sich. Nachdem du mit dem Fotografen im Vorgespräch Stil, Stimmung und Location festgelegt hast, macht es Sinn, die Outfits vorher durchzugehen — damit die Kleidung dazu passt und ihr beide wisst, was euch erwartet. Als Foto des Kleidungsstücks oder wie du es trägst.
Nicht jedes Outfit, das im Alltag gut aussieht, funktioniert vor der Kamera: Figurbetonte Schnitte sind vorteilhaft, Layering erleichtert den schnellen Wechsel, Schuhe mit Absatz verbessern Körperspannung und Haltung.
Make-up: lieber dezent als zu viel. Bring deine gewohnte Haarbürste und dein Make-up mit für Korrekturen zwischendurch. Aber weniger ist hier mehr – was auf Instagram gut aussieht, ist für ein hochauflösendes Foto oft schon zu viel. Ein natürlicher Teint, betonte Augen, eine definierte Lippenkontur – das reicht meistens. In der Nachbearbeitung kann der Fotograf mehr aus dem Bild holen.
Accessoires nicht vergessen. Hüte, Brillen, Schmuck, Schals – alles, was zu dir passt. Nicht nur wegen der Optik: Hände, die etwas festhalten, spielen oder berühren, sind viel einfacher zu positionieren als Hände, die einfach nur da hängen. Accessoires machen das Posen für dich leichter.
Für Anfänger: lieber draußen als im Studio. Das klingt vielleicht überraschend – ein Portrait im Studio klingt einfach, weil man kein Publikum hat und es ja nur das Gesicht ist. Aber draußen gibt es mehr Locations, mehr Licht, mehr Variationsmöglichkeiten. Das Ergebnis hängt dann nicht allein von deinen Fähigkeiten vor der Kamera ab, sondern auch von dem, was drumherum passiert. Für den Anfang ist das ein echter Vorteil. Oder habe ein Motto, das mehr ist als einfach ein Portrait, auch dann ist es einfacher.
Posen vorbereiten: Wenn du noch wenig Erfahrung hast, hilft es, vor dem Spiegel zu üben. Schau dir auf Instagram oder Pinterest Posen an, die dich ansprechen, und stell sie nach – Hand in die Haare, Gewicht auf ein Bein verlagern, Arme leicht anwinkeln statt hängen lassen. Es geht darum, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie dein Körper wirkt. Alles andere passiert dann vor der Kamera – mit Anleitung.
Begleitpersonen
Klär vorab, ob du jemanden mitbringst – und wen. Sag es ihm frühzeitig. Das ist keine Frage von Vertrauen, sondern von Planung. Partner können manchmal ablenken. Eine gute Freundin oder ein guter Freund, der dich unterstützt, ist in der Regel besser geeignet.
Eine weitere Option: Du wirst zum Shooting gebracht und wieder abgeholt – die Begleitperson ist also nicht dabei. Das gibt dir Sicherheit, ohne dass jemand das Shooting stört.
Und der vielleicht schönste Aspekt: Eine Begleitperson kann dem Fotografen helfen, z. B. Making-of-Aufnahmen machen. Fotografen freuen sich über solches Material enorm – und du hast dann Bilder vom Shooting, die zeigen, wie es wirklich war. Auch dieser Ansatz sollte kommuniziert werden.
Während des Shootings
Das ist Teamarbeit. Du kannst und solltest dich einbringen. Wenn du eine Idee hast, sag sie. Wenn eine Pose sich falsch anfühlt, sag es. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn beide Seiten aktiv dabei sind.
Ein gutes Shooting basiert auf gegenseitigem Respekt. Du bestimmst mit, was fotografiert wird – und ein guter Fotograf weiß das. Gute Umgangsformen gelten für beide Seiten. Kommuniziere klar deine Grenzen.
Was ihr im Vorgespräch besprochen habt, ist die Basis. Bring dich aktiv ein – bei Posen, Outfits, Ideen. Die besten Bilder entstehen, wenn du weißt was du willst und es sagst. Neue Ideen beim Shooting sind gut – mach sie mit, wenn sie von dir kommen oder dir gefallen.
Gib dem Fotografen Zeit. Nimm eine Pose ein und warte dann, bis der Fotograf ausgelöst hat – entweder am Klicken der Kamera oder am Aufblitzen erkennbar. Das ist wichtiger, als die meisten Models denken. Wenn du dich schon weiterbewegst, bevor er das Bild hat, weiß er gar nicht, wann er abdrücken soll. Im Zweifelsfall: kleine Veränderungen oder warten, bis er dir sagt, was du anders machen sollst.
Schau dir die Zwischenergebnisse an. Die meisten Fotografen machen Pausen, um dir zu zeigen, was gerade entsteht. Das ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von guter Zusammenarbeit. Du siehst sofort, was funktioniert und was nicht.
Was du über TFP wissen solltest
Warum ein Fotograf TFP macht: TFP gibt einem Fotografen etwas, das bezahlte Aufträge selten bieten: kreative Freiheit. Kein Kunde, keine Briefings, keine Erwartungen außer den eigenen. Manche nutzen TFP, um neue Stile auszuprobieren, Equipment zu testen oder Ideen umzusetzen, die im normalen Arbeitsalltag keinen Platz haben. Andere wollen ihr Portfolio in eine neue Richtung entwickeln oder ein Model kennenlernen, bevor sie es für bezahlte Projekte anfragen. Und manche fotografieren einfach, weil sie es lieben – ohne weiteres Ziel dahinter.
Alles, woran der Fotograf wirklich Geld verdient, sollte kein TFP sein. TFP ist für kreative Projekte und gegenseitigen Portfolioaufbau – nicht für kommerzielle Aufträge. Das schützt dich und klärt Erwartungen von Anfang an.
TFP bedeutet: Ihr arbeitet beide für die Bilder. Du bekommst Fotos für dein Portfolio und dein Social Media. Der Fotograf bekommt Material für seins. Keiner zahlt, keiner bekommt Honorar. Das ist eine echte kreative Partnerschaft. Behalte das im Hinterkopf, auch während des Shootings.
TFP steht für „Time for Prints“ oder „Time for Pictures“ – manchmal auch TFCD („Time for CD/Download“), was dasselbe meint, nur explizit auf digitale Dateien bezogen.
TFP muss kein Zwei-Personen-Projekt sein. Manche Shootings entstehen mit einem ganzen Team – Visagist, Stylist, Modedesigner, Retuscher, Videograf, manchmal auch mehrere Models gleichzeitig. Der Gedanke bleibt derselbe: Alle bringen Zeit und Können mit, alle bekommen Material für ihr Portfolio.
Du brauchst für TFP keine Modelagentur. Eine Agentur schadet nicht, aber sie ist keine Voraussetzung. TFP ist auch, aber nicht nur für Menschen gedacht, die noch am Anfang stehen.
TFP ist kein Garant für eine Modelkarriere – aber es schadet auch nicht. Besonders wenn die Bilder hochwertig sind. Du kannst TFP nutzen, um dein Social Media zu stärken, das Posen zu lernen und herauszufinden, was dir gefällt. Fotografiere mit mehreren Fotografen, bis du weißt, was du willst.
Nach dem Shooting
Lerne aus dem Shooting: Wenn du noch nicht weißt, was gut funktioniert hat und was du beim nächsten Mal anders machen könntest – frag einfach. Die meisten Fotografen sagen es dir gern, wenn du direkt fragst. Das ist nützlicher als jeder Posing-Ratgeber.
Verlinke den Fotografen, gib ihm eine Google-Bewertung. Das kostet dich fünf Minuten und bedeutet ihm eine Menge. Gegenseitige Sichtbarkeit ist ein wesentlicher Teil des TFP-Gedankens.
Denk langfristig. Die Bilder bleiben über lange Zeit – eventuell dein ganzes Leben – öffentlich im Netz. Sei sicher, dass du dich mit ihnen auch in der Zukunft noch wohlfühlst.
Wenn du irgendwann deine Meinung änderst und Bilder entfernen möchtest: Frage höflich und gib eine gute Begründung. Manchmal funktioniert das unkompliziert. Manchmal nicht. Du hast einen Vertrag abgeschlossen – das ist wichtig zu verstehen. Und: Der Fotograf kann nur Bilder entfernen, die in seinem Einflussbereich liegen. Was andere bereits kopiert haben, liegt außerhalb seiner Kontrolle.
Der Zinseszinseffekt: Wenn ein guter Fotograf Bilder von dir postet, ist es wahrscheinlich, dass kurz darauf weitere Fotografen bei dir anfragen. Ab jetzt wird es immer einfacher für dich.
Du hast Lust auf ein TFP-Fotoshooting mit mir?
Alle meine Shootings entstehen auf TFP-Basis. Fotografiert wird in meinem Fotostudio in Soest oder an Locations in ganz NRW.
Wenn du Interesse hast, schau dir gerne meine Portrait-Galerie an, folge mir auf Instagram – und melde dich dann über die Kontaktseite.
Bonustipp
TFP ist mehr als Portfolioaufbau. Kombiniere Shootings mit Ausflügen zu schönen Orten, die du schon immer mal sehen wolltest – ein Park, ein Schloss, ein See, die Kirmes bei Nacht, eine Hängeseilbrücke. Setz kreative und ungewöhnliche Ideen um – ein Shooting bei Regen, mit einem Requisit, das eine Geschichte erzählt, oder in einem Kostüm, das nichts mit deinem Alltag zu tun hat. Lerne interessante Menschen kennen. Die besten Shootings entstehen dann, wenn die Bilder am Ende gar nicht der einzige Gewinn sind.
Bonustipp 2: Tausch die Rollen
Frag deinen Fotografen irgendwann während des Shootings, ob er kurz vor die Kamera kommt – und du übernimmst für ein paar Minuten die Regie. Gib ihm Anweisungen, such dir einen guten Winkel, sag ihm, er soll „einfach natürlich schauen“. Danach weiß er sofort, warum du vorhin so toll warst.
Was Models häufig fragen
Du bekommst fertig bearbeitete Bilder für dein Portfolio und dein Social Media. Der Fotograf darf die Bilder für seine Website und sein Instagram nutzen, du für deine. Kein Honorar – weder für dich noch für ihn.
Nein. Viele der schönsten Aufnahmen entstanden mit Menschen, die zum ersten Mal vor der Kamera standen. Wichtig sind Neugier, Zuverlässigkeit und Lust auf ein gemeinsames Projekt. Die meisten Fotografen leiten dich aktiv an – Posen, Blickrichtung, Körperhaltung.
Sprich es einfach vorher an. Eine Freundin oder ein Freund, der dich unterstützt, ist oft besser geeignet als ein Partner – Partner lenken manchmal ab. Eine weitere Option: Du wirst gebracht und wieder abgeholt, die Begleitperson ist aber nicht dabei. Das gibt Sicherheit, ohne das Shooting zu beeinflussen.
Ja, immer. Vor jedem seriösen TFP-Shooting gibt es einen Modelvertrag – das schützt beide Seiten. Darin steht, wer die Bilder wo nutzen darf, was ihr beide bekommt und was nicht. Lies ihn vorab und frag nach, was unklar ist.
Das steht im Vertrag – frag danach, bevor du unterschreibst. Üblich sind zwischen vier und acht bearbeitete Bilder, je nach Fotograf und Umfang des Shootings. Kläre außerdem, bis wann du die Bilder bekommst.
Die Fotos gehören rechtlich dem Fotografen – das regelt das Urheberrecht, weil er die Bilder gestaltet und aufgenommen hat. Mit dem TFP-Vertrag erteilst du deine Einwilligung zur Veröffentlichung. Das bedeutet: Der Fotograf darf die Bilder im vereinbarten Rahmen veröffentlichen, ohne dass du nachträglich widersprechen kannst. Dass dir die Bilder später nicht mehr gefallen, dass ein neuer Partner sie nicht gut findet oder dass sie nicht mehr zu deinem Berufsbild passen – das sind in der Regel keine rechtlichen Gründe für eine Löschung.
Eine mündliche Absprache ist rechtlich wirksam, aber kaum zu beweisen. Wenn du die Bilder bereits selbst in Social Media genutzt hast, hast du damit konkludent dem Vertrag zugestimmt. Und wenn du den Vertrag dann bestreitest, kann das als Urheberrechtsverletzung an den Bildern des Fotografen gewertet werden.
Du bekommst Nutzungsrechte – das Recht, die Bilder für bestimmte Zwecke zu verwenden. Was genau erlaubt ist, steht im TFP-Vertrag. In der Regel sind Verkauf, bezahlte Werbung und Nachbearbeitung durch Dritte nicht eingeschlossen.
Das Bearbeitungsrecht liegt beim Fotografen, das ergibt sich aus dem Urheberrecht. Das gilt für eigene Filter genauso wie für die Nachbearbeitung durch Dritte. Ein Instagram-Filter ist technisch gesehen bereits eine Bearbeitung – was dem Model erlaubt ist, steht im Vertrag.
Nein. Die Bearbeitung ist ein wesentlicher Teil der Arbeit eines Fotografen – ein unbearbeitetes Rohbild rauszugeben wäre so, als würdest du eine halbfertige Skizze als fertiges Bild zeigen. Du bekommst immer die vollständig bearbeiteten Versionen.
Wenn es im Vertrag steht, ja. Viele Fotografen taggen ihre Models gerne, weil gegenseitige Sichtbarkeit Teil des TFP-Gedankens ist. Wenn du nicht getaggt werden möchtest, halte das am besten vor der Unterschrift im Vertrag fest.